ESC 2015: Dress Rehearsal

So eine Überraschung!

Habe ich doch tatsächlich auf Grund meines ehrenamtlichen Engagements kostenlose Eintrittskarten für die erste Generalprobe (Dress Rehearsal) des Eurovision Song Contests am 18. Mai 2015 erhalten.

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Wiener Stadthalle

Ich konnte mein Glück echt nicht fassen, als einer der Ersten die Bühne und die Show miterleben zu dürfen.

Das Ganze lief als „Danke Wien Show“ und sollte Ehrenamtlichen von sozialen Einrichtungen und Anrainern der Wiener Stadthalle als Dank für deren Arbeit bzw. Geduld während der Veranstaltungswochen gelten.

Es war beieindruckend!

Durch meine langjährige Arbeit beim Fernsehen bin ich doch vieles gewohnt, doch so eine große Veranstaltung und zu sehen, welch‘ Aufwand notwendig ist, um die größte Musiksendung der Welt zu produzieren, suchen ihresgleichen.

Die Bühne und die Technik

Beindruckt war ich nicht nur von der Bühne sondern auch vom sogenannten „Kugelballett“.

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ESC-Bühne

An der Hallendecke sind hunderte Kugeln auf Seilen montiert, die durch einen Motor ihre vertikale Position ändern können. Dadurch ist es möglich, kinetische Figuren zu generieren. Das muss man gesehen haben …

Die Bühne besticht durch ihre Projektionsvielfalt. Eine große Videowand hinter der Bühne, eine kreisrunde im Boden, eine im gegenüberliegenden Greenroom (der, wenn nicht besetzt, aussieht wie eine Reihe von Zahnprotesen *fg*).

Für Umbauten während der Länderteaser (die kleinen Filmchen, die über die Teilnehmer und deren Land gedreht wurden) wird der Boden der Bühne mit Laserpunkten und einem Laser-Countdown versehen. So ist es den Inspizienten und Bühnenarbeitern möglich, die Umbauten schnell und vor allem punktgenau durchzuführen.

Kamerakran (auf Schienen), Catcam quer durch die Halle in der Nähe des Greenrooms, eine Schienenkamera vor der Bühne und 22 andere „Augen“ verfolgen das Geschehen und werden von Kurt Pongratz in dementsprechend zu einem Ganzen zusammengefügt.

Licht vom Feinsten und in einer beindruckenden Menge. Ich habe die Stadthalle noch nie in so einer tollen Verfassung erlebt!

Die Show

Der Ablauf der einzelnen Songs war sehr professionell, bei den Einspielern hakte es zum Teil mit der Leinwand oder mit dem Zuspielmaterial. Die Moderatorinnen (Arabella Kiesbauer, Mirjam Weichselbraun und Alice Tummler) haben zum ersten Mal in der Halle geprobt und genauso ist es auch beim Publikum angekommen. Die Moderationstexte haben sie aber bereits gut vorgebracht.

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Stehplätze zwischen Bühne und Greenroom

Das Highlight der Show war Conchita Wurst. Sie singt – nach einem Einspieler über den letztjährigen Song Contest – ihr Siegerlied, begrüßt dann die TeilnehmerInnen der ersten Semifinalshow und übergibt dann an das Moderatorinnen-Trio. Einfach perfekt, fehlerfrei und sympathisch!

Die Songs

Es war in diesem Semifinale nicht Außergewöhnliches dabei. Aufgefallen sind Serbien (Wahnsinnsstimme und interessante Wendung des Liedes), Belgien, Estland, Dänemark und Moldavien (HipHop im Justin Bieber-Style) .. und Finnland (das kürzeste Lied der SongContest-Geschichte, Heavy Metal gespielt von einer Band, deren Mitglieder unter Down-Syndrom bzw. Autismus leiden). Gar nicht so schlecht!

Und jetzt ?!?

Ich freue mich auf die Fernsehübertragung und bin neugierig, wie die einzelnen Songs im TV rüber kommen.

#esc15 #eurovision